Plastikfasten – Ist das möglich?

40 Tage ohne Plastik: Der Umwelt zuliebe auf Plastik verzichten.

Zucker, Weizen, Alkohol: Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit, um Vorsätze umzusetzen und gesünder zu leben. Ein Trend, der dieses Jahr aufkam, war der Verzicht auf Plastik: Das sogenannte Plastikfasten. Ein guter Ansatz, denn nur wenn wir Plastikmüll reduzieren, können wir tatsächlich etwas bewirken und etwas gegen die immense Masse Müll im Meer tun.

Das Hauptproblem bei Plastik ist nicht nur die unglaubliche Menge, die produziert und verbraucht wird. Das eigentliche Problem ist, dass Plastik eigentlich nie verrottet. Stattdessen zersetzt sich Plastik nach und nach in kleinere Teile, sogenanntes Mikroplastik. Damit sich eine Plastikflasche beispielsweise in Mikroplastik versetzt, dauert es ungefähr 450 Jahre – fünf Mal so lang, wie die Meisten Menschen leben.

Plastikfasten muss nicht Verzicht bedeuten – sondern eher ein Umdenken in unserem Konsumverhalten.

Ein erster Ansatz, um Plastik zu sparen ist damit beispielsweise Leitungswasser  zu trinken, anstelle von Wasser aus Plastikflaschen. Denn in Deutschland leben wir in der angenehmen Situation, dass wir ohne Probleme und aus nahezu jedem Hahn Trinkwasser entnehmen können. Warum dann zu Wasser in Plastikflaschen greifen? Wem es um die Kohlensäure geht, kann sich einen Wassersprudler, beispielsweise von Sodastream, besorgen. Im Handumdrehen lässt sich so stilles in Sprudelwasser verwandeln. Die neuen Sprudler haben sogar Glaskaraffen.

Auch bei anderen Getränken wie Milch, Bier, Säften oder Limonaden kann man leicht auf Plastik verzichten und stattdessen Glasflaschen kaufen. Gekühlte Lebensmittel wie Joghurt oder Brotaufstriche gibt es auch häufig im Glas zu finden.

Während das meiste Obst und Gemüse mittlerweile zum Glück unverpackt in den Supermarkt- Regalen ausliegt, finden sich im Wurst- und Käseregal wenig Alternativen zu Plastik. Bei einigen Supermärkten kann man sich mittlerweile seine Einkäufe in seinen eigenen Behälter geben lassen.

Auch beim Bäcker könnt ihr Verpackung sparen: Lasst euch das nächste gekaufte Brot einfach in euer mitgebrachtes Küchenhandtuch geben. So ist es ideal eingewickelt und verpackt für den Transport nach Hause. Funktioniert auch mit Brötchen und Baguette.

 

Ein großer Vorteil, wenn man bewusster einkauft und versucht, im Supermarkt auf Plastik zu verzichten: Man greift zu Alternativen und lernt so auch neue Lebensmittel kennen, die man normalerweise vielleicht nicht genommen hätte und man kocht so zwangsläufig frischer.

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