Afrika Log 1 – Warum eigentlich Mosambik?

Für mich ein ganz neues Land, eine ganz neue Kultur und trotzdem dreht es sich um die bekannte Sache: Mantarochen, Conservation, Plastik, Support. Anders, als viele vermutet haben, habe ich mich dieses Jahr für Mosambik entschieden und nicht für Indonesien. Warum das so ist und wo das Potenzial dieser Reise liegt? Ich möchte euch in regelmäßigen Updates hier ein bisschen mitnehmen.

Zuerst mal muss ich sagen, dass ich – wenn es die pandemische Lage sorgenfrei zugelassen hätte – wohl nach Indonesien gereist wäre diesen Herbst. Letztes Jahr ist schon ausgefallen, ich habe große Sehnsucht nach Komodo, „unseren“ Mantas dort  und nach dem Land ganz allgemein. Doch aus der Not kann man bekanntlich auch eine Tugend machen, so komme ich deutlich früher, als erwartet, zu der Möglichkeit nach Mosambik zu reisen.

Warum eigentlich Mosambik? Hier lebt die Gründerin der MMF, Dr. Andrea Marshall, es gibt eine enorme Biodiversität an der Küste und es gibt auch – wie sollte es anders sein – viele Manta Rochen hier. Darum bin ich natürlich hier. Die amerikanische Forschungsorganisation MMF, an deren Ausleger in Indonesien wir seit Beginn des Projekts spenden, hat das Head Quarter in Tofo, einem kleinen Ort an der mosambikanischen Küste. Zusätzlich gibt es zwei weitere Forschungsbasen, eine etwas südlich in Zavora und eine ganz neue etwas nördlich in Morrungulo. Die Gründerin und „Mantaqueen“ herself betreibt ihre Forschung aus Vilancoulos, nochmal ein Stück nördlich von Morrungulo. Ich habe vor, mir nach Möglichkeit alle Basen anzusehen, dort zu hospitieren, einen Blick hinter die Kulissen der Forschung zu bekommen, Community Projekte und Bildungsthemen zu supporten und natürlich viel für euch alle zu filmen, fotografieren und berichten.

Beachvolleyball Plätze nahe Maputo – und viel Müll
Mosambik Mantahari
Besuch eines Bildungszentrums und deren Gärtnerei

Die letzten Tage war ich in der Hauptstadt Maputo und bin sozusagen in doppelter Mission hier. Wie sich herausgestellt hat, gibt es über das Netzwerk meines Reset Sports / BeachR Mitgründers Philipp einen Kontakt durch eine Städte Partnerschaft zwischen Berlin Lichtenberg und KaMubukwana in Maputo. Was für ein Zufall. So habe ich in den ersten Tagen einen wirklich sehr herzlichen und sehr interessanten Einblick in das Land bekommen. Die Tage waren voller Meetings, im Goethe Institut in Maputo und im beeindruckenden Rathaus… alles dreht sich natürlich um eines. Support. Es gab schon sehr interessante Bekanntschaften, zum Beispiel zu einem Unternehmen, welches aus Ozeanplastik Prothesen 3D druckt. Ich hoffe, dass ich die noch etwas genauer kennen lernen darf, das wäre auf jeden Fall einen eigenen Blogbeitrag wert. Es gibt viele Synergien zwischen dem Mantahari Projekt und dem Reset Sports Projekt. Nachhaltiger Konsum, alternative Rohstoffe, Bildung und Unterstützung für Regionen und Länder, die deutlich schlechter gestellt sind als wir in Deutschland. Wir haben gemeinsam mögliche Sportstätten für Projekte angeschaut, Strände besucht, um einen Eindruck vom Zustand zu bekommen, Bildungszentren und Schulen besucht. Ein absoluter Sprung ins kalte Wasser, aber ein sehr herzlicher. Die Leute legen viel Hoffnung in die Städte Partnerschaft und sind allgemein sehr offen für mögliche Projekte. Ich werde mal sehen, ob hier mit dem bald kommenden Mantahari Verein vielleicht das ein oder andere kleine Projekt zu realisieren ist – Hilfe und Unterstützung ist auf jeden Fall gefühlt einfach überall gefragt. Es ist immer wieder extrem beeindruckend, wenn einem vor Ort mal wieder glasklar wird, in welchem Überfluss wir in Deutschland eigentlich leben.  Trotzdem beschweren wir uns gefühlt ständig und es geht den wenigsten subjektiv so gut, wie es ihnen gehen sollte oder zumindest könnte.

Enticklungsarbeit Mosambik
Ein Klassenraum der besuchten “Ingrid Chawner” Schule

Ich bin mittlerweile in Tofo angekommen nach einer sehr abenteuerlichen Busfahrt und im Dive Center “Liquid Dive” eingecheckt. Die kommenden Tage geht es los, ihr erfahrt hier und auf Instagram, was so passiert. Endlich Ozean, endlich wieder Tauchen, endlich wieder Mantas! Hoffentlich… aber die Jahreszeit ist gut und das Manta-Karma hat mich bisher selten im Stich gelassen 😉 Ich halte euch hier auf jeden Fall auf dem Laufenden und versuche über Instagram regelmäßige Eindrücke zu geben!

Ich sende ganz viele Grüße und ein paar Sonnenstrahlen aus Mosambik

Tim

Support Mantahari Mosambik
Die “Delegation” auf dem Schulgelände

Wenn ihr Fragen, Feedback oder Anregungen habt, meldet euch gerne jederzeit bei mir!

Please follow and like us:

Leave a comment

Zum Newsletter Anmelden

Ich möchte als erstes News zu den neuen Caps erhalten und unregelmäßig exklusive, persönliche Einblicke mittels des Mantahari Newsletters (by Mailchimp) erhalten.
Abbestellen des Newsletters ist jederzeit möglich, mehr dazu und zur Datennutzung in unserer Datenschutzerklärung.