Im Dezember durfte ich Teil von ganz besonderen Tauchgängen sein: Sogenannten Exploration Dives! Was das genau heißt, wie wir letztendlich eine sensationelle neue Divesite entdeckt haben und warum ich diesen Ort sogar benennen durfte… lest selbst 😉
Sumbawa Unterwasser – unberührt und wunderschön

Wie vielleicht ja einige mitbekommen haben, war ich zwischen meinem Masterabschluss und dem Berufsstart nochmal 3 Monate im Ausland, genauer gesagt fast ausschließlich in Indonesien. Nach einigen erholsamen Urlaubtagen war ich natürlich viel für das Mantahari Projekt im Einsatz! Neben Besuchen bei der Marine Megafauna Foundation, Gesprächen mit potenziellen neuen Partnern, Beach Cleanups und ganz viel Tauchen in Komodo, habe ich auch eine Woche bei Shannon, einem ehemaligen Kollegen aus Komodo vorbeigeschaut. Wir haben damals zusammengearbeitet, jetzt leitet er mit seiner Freundin Marie

Das kleine Boot nach der Überquerung der Straße von Alas vor Sumbawa

einen komplett neuen Ableger von Blue Marlin Dive in Kuta Lombok.

Das besondere an diesem Shop ist, dass der Süden Lomboks in Sachen Tauchtourismus wenig bis gar nicht erschlossen ist. Die zwei anderen Tauchshops sind wenig frequentiert und hielten sich meist an die wenigen erkundeten Gebiete. Ich hatte etwas Glück mit dem Timing, genau in der Woche, als ich da war, wurde die Straße von Alas das erste Mal überquert mit dem Tauchboot, um neue Divesites vor der Küste Sumbawas auszukundschaften. Gleich am zweiten Tag war ich mit an Board und wir haben spektakuläre Steilwände, unberührte Riffe und eine wirklich gesunde Unterwasserwelt vorgefunden. Trotz des nicht weit entfernten Problem-Hafens „Tanjung Luar“, welcher einer der größten weltweiten Handelspunkte für legale und illegale Haifischerei ist (für weitere Infos: hier klicken) war eine wirklich intakte Population an Riffhaien zu sehen. Großartige Korallen Formationen, Macro Kreaturen, soweit das Auge reicht und d ann eben… ja. Mantas.

Shannon hatte von der Oberfläche durch Zufall den Schatten eines Mantas gesehen, als sie das erste Mal vor Ort waren, hatten aber keine Flaschen mehr zum Tauchen. Diesmal sollte die Gegend erstmalig betaucht werden 😊 Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, die richtige Strömung abgewartet und bei der

Das Mantahari Reef! Unfassbar gesund und farbenfroh.

Topographie der Landschaft den richtigen Riecher gehabt. Es war ein unfassbares Gefühl sozusagen „mitten im Nirgendwo“ einen riesigen scheuen Schatten in der Ferne zu sehen. Anders als bei den an Tauchtourismus gewöhnten Mantas in Komodo oder Nusa Penida mussten wir uns hier wirklich anschleichen unter Wasser, um einen genaueren Blick erhaschen zu können. Während des Tauchgangs an dem vor Leben pulsierenden und extrem gesunden Riff haben wir 4-5 verschiedene Riff Mantas gesehen und zuletzt konnte ich auch noch den wertvollen „Belly Shot“ ergattern. Das ist ein Foto der Bauchunterseite von Mantarochen. Durch deren einzigartige Musterung können sie wie mit einem Fingerabdruck in einer Datenbank registriert und unterschieden werden, um Bestände und Wanderrouten im Auge zu habe

n. Und siehe da, nach dem Upload des Fotos in das Verzeichnis wurde mir mitgeteilt: Es ist ein „neuer“ Manta! Das hat uns etwas überrascht. Es gibt Rochen, die  sowohl im Komodo Nationalpark, als auch vor Nusa Penida schon fotografiert wurden. Sumbawa liegt genau dazwischen, daher hatten wir den Verdacht, dass es sich um einen der wandernden Rochen handelt. Dass es jedoch eventuell auch dort eine sich dauerhaft aufhaltende Population geben könnte, wären großartige Nachrichten. Natürlich müssen hierfür noch viele Manta-Bäuche fotografiert werden, aber ein Anfang ist gemacht. Und wir haben mit „Alas“ den ersten jemals registrierten Sumbawa-Manta direkt adoptiert 🙂
Vor lauter Euphorie und Freude, dass es für den Tauch Shop in Lombok jetzt auch Manta-Dives geben wird, hat mir Shannon die Ehre überlassen einen Namen für die Divesite auszusuchen. Seitdem heißt dieser wunderschöne Fleck unter der Oberfläche zwischen Lombok und Sumbawa: MANTAHARI REEF
Das ganze Thema von lokalen Mantarochen in der Nähe einer der gefährlichsten Fischereihäfen ist natürlich sensibel, darum haben wir uns geeinigt den genauen Ort nicht bekannt zu geben.
Auf News vom Mantahari Riff und der dortigen Population freue ich mich trotzdem unfassbar und kann es kaum erwarten alles Zukünftige hierüber mit euch zu teilen.

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