Unmengen an Einwegplastikflaschen vermüllen unseren Planeten. Doch es ist nicht aussichtslos: Wir können der Plastikflaschenflut entgegenzuwirken: Es gibt verschiedene Wege, in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen auf sie zu verzichten.
keine plastikflaschen nutzen
Wasser ist Leben. Diese Tatsache ist so alt wie das Leben selbst. Während unsere Vorfahren für sauberes Wasser noch weite Wegstrecken hinter sich bringen oder in den Hof zum Brunnen gehen mussten, haben wir es hier in Deutschland heute unfassbar einfach: Fast überall man das Wasser aus der Leitung trinken. Ein Handgriff – oder besser gesagt, ein Hahngriff – ist also genug, um das wichtigste Gut des Lebens zu bekommen.
Dennoch: Laut der Deutschen Umwelthilfe verbraucht die Menschheit 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen im Jahr. Eine Zahl, die zu hoch ist, um sich wirklich etwas darunter vorstellen zu können (Quelle Deutsche Umwelthilfe). Um es greifbarer zu machen: Rund 200 Plastikflaschen, die jede*r Deutsche jährlich nutzt, nur um sie kurz darauf wieder in den Müll wandern zu lassen.
Klingt frustrierend? Stimmt! Aber: Es gibt Lösungen, wie wir diese unvorstellbare Menge an Plastikmüll verringern können. Unterschiedliche Lebenssituationen erfordern unterschiedliche Maßnahmen. Drei dieser Maßnahmen sind so einfach wie praktisch und sie verhindern, dass noch mehr Mikroplastik in unsere Gewässer und Meere gelangt.
ozeanplastik
1. Bring your own bottle: Die eigene Trinkflasche
Der wahrscheinlich einfachste Weg, Einweg-Plastikflaschen zu vermeiden, sind Mehrweg-Trinkflaschen. Damit sind aber keine Mehrwegflaschen aus Plastik aus dem Supermarktregal gemeint, sondern Flaschen, die wir selbst befüllen können. Es gibt sie aus verschiedenen Öko-Materialien, etwa aus Edelstahl oder Glas, wie zum Beispiel die Mantahari Beachbreak Bottle. Sie hat wie viele nachhaltige Flaschen auch eine Thermoskannenfunktion. Das heißt, Kaffee und Tee bleiben darin lange warm und auch kalte Getränke halten sogar Eiswürfel über den ganzen Tag. Wichtig daran ist: Diese Flaschen schmeißen wir nicht weg, nachdem wir sie einmal genutzt haben. Wir können sie immer wieder verwenden und dadurch sowohl der Natur als auch unserem Geldbeutel etwas Gutes tun. Denn auf Dauer läppern sich die paar Cent pro gekaufte Einweg-Plastikflasche durchaus. Also: Besorgt euch eine eigene Trinkflasche, die ihr überall mit hinnehmen und wieder auffüllen könnt – ganz ohne Einwegplastik.
2. Filtersysteme: Unterwegs in der Natur ohne Plastik
Die Outdoor-Fans unter uns stehen immer mal wieder vor einem Problem: Wer mehr als ein paar Stunden in der Natur verbringt, braucht irgendwie Zugang zu sauberem Trinkwasser. Etwa im Gebirge. „Das gibt’s doch da überall“, werden jetzt viele denken. Aber gerade im stark landwirtschaftlich genutzten Alpenraum muss man aufpassen: Besonders in der Nähe von Kuhweiden, die ja in den Alpen weit verbreitet sind und auch in große Höhen reichen, ist es nicht ganz ungefährlich, das Wasser aus Gebirgsbächen zu trinken. Denn es ist oftmals kontaminiert durch tierische Ausscheidungen, die sich im Grundwasser ansammeln. Viele eigene Wasserflaschen mitzunehmen, ist in Hinblick auf Müll und Gewicht nicht praktikabel. Auch beim Reisen in Gegenden, in denen das Wasser aus der Leitung nicht trinkbar ist, stößt man schnell auf das Problem, dass man am Ende Einweg-Plastikflaschen kaufen muss. Was also tun?
Es gibt zwei einfache Lösungen, um unterwegs sauberes Wasser zu garantieren. In beiden Fällen geht es um das Filtern von schädlichen Partikeln und Bakterien aus dem Wasser. Einerseits ist das mit Filtertabletten möglich. Einfach Wasser aus einem Bach, Fluss oder See in die mitgebrachte Mehrwegflasche füllen, eine Tablette hinzugeben, einige Minuten warten und schon ist das Wasser trinkbar. Das gilt übrigens auch für Wasser aus der Leitung in Gegenden, in denen es Bakterien gibt, an die der eigene Magen nicht unbedingt gewöhnt ist. Diese Tabletten gibt es in Apotheken und Outdoor-Geschäften zu kaufen.
Die andere Variante ist, das Wasser durch einen Filter zu pressen, der die schädlichen Bakterien zurückhält. Dabei schraubt man einen Filter entweder direkt auf eine Flasche (je nachdem, ob das System mit der eigenen Flasche kompatibel ist oder nicht) oder auf einen (leider aus Plastik bestehenden) Beutel, der aber immer wieder verwendet werden kann. Das gefilterte Wasser kann entweder direkt über den Filteraufsatz getrunken werden oder nochmal in die eigene Flasche gefüllt werden. Ein solches Filtersystem gibt es zum Beispiel von Sawyer. Eine Alternative ist der Steripen, der mithilfe von UV-Licht das Wasser entkeimt.
Besonders auf Reisen im Ausland sind diese Filter im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert: Wir können viel Geld sparen, wenn wir nicht immer wieder Einwegflaschen kaufen müssen. Und andererseits bedeutet das jedes Mal, wenn man einen Filter oder eine Filtertablette nutzt, dass eine Einwegflasche weniger genutzt wird – die Erde dankt es uns.
plastikverschmutzung am strand
3. Spritzmittel für Zuhause
Nun gibt es unter uns ja auch Menschen, die Sprudelwasser lieben. Besonders in Deutschland ist die Rate sehr hoch: 2015 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Mineralwasser bei 144 Litern pro Jahr (Quelle: Spiegel). Viele Menschen kaufen ihr Sprudelwasser direkt im Supermarkt – oftmals in pfandfreien Plastikflaschen. Für diejenigen, die auf Blubberblasen im Trinkglas stehen, aber für weniger Plastik auf unserem Planeten sorgen wollen, gibt es den Soda-Streamer. Früher gab es den in ziemlich hässlichen und klobigen Plastikflaschen in vielen Haushalten zu finden. Heute ist der Sodastreamer schick und plastikfrei, mit Flaschen aus Glas.
Es gibt also Möglichkeiten, immer etwas zu trinken dabeizuhaben und sich gleichzeitig gegen den Plastikwahnsinn zur Wehr zu setzen. Ob in der Uni, bei der Arbeit oder auf einer Reise – eigene Mehrwegflaschen und Wasserfilter machen das Leben leichter und sagen Einwegplastikflaschen den Kampf an. Und wer auf das kribbelnde Gefühl im Bauchnabel steht, kann sich ganz einfach zuhause Sprudelwasser machen. Das nervige Kastenschleppen ist damit auch Geschichte.
Auch wenn der Weg in eine plastikfreie Welt ein langer ist – jeder Schritt zählt und jede*r kann etwas verändern. Jede Plastikflasche, die nicht gekauft wird und somit nicht in den Wasserkreislauf eintritt, ist ein Schritt in die Richtige Richtung!
PS: Wenn ihr noch mehr Lösungen habt, wie wir Einwegflaschen einsparen könnt, schreibt uns in den Kommentaren.
– von Leonie
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