Badezimmer plastikfrei? Tipps & Tricks!

Plastik vermeiden im Badezimmer: Einfache Tricks und Tipps 

Mit diesen einfachen Tipps lässt sich Müll im Alltag reduzieren

Egal ob beim Duschen, Zähne putzen oder Wäsche waschen: Bei fast allem kann man versuchen, etwas bewusster zu konsumieren und damit weniger Müll zu produzieren. Denn jedes Jahr landen weltweit über 8 Millionen Tonnen Plastik im Meer und wenn die Menschheit nicht bald mehr auf Plastik verzichtet, werden bald mehr Plastikteilchen als Fische im Meer schwimmen.

 

Samstagmorgen. Der Wecker klingelt. Ab ins Bad. Erstmal Zähne putzen und dann duschen, um etwas wacher zu werden. Doch anstatt wie normalerweise zum Duschgel und Shampoo zu greifen, setzen wir unsere guten Vorsätze zur Plastikvermeidung in die Tat um. Denn jährlich werden etwa 552 Millionen Shampooflaschen weggeworfen. Höchste Zeit für eine Veränderung unserer Gewohnheiten, denn Plastikverpackungen sind für mehr als 80 Prozent des Mülls an Stränden verantwortlich.

 

 

In der Dusche liegt nun ein festes Stück Seife, das schäumt genauso schön, wie flüssiges Duschgel, ist aber viel besser für die Umwelt, weil es maximal in Papier statt in Plastik verpackt ist und auch keine Silikone enthält. Feste Seife eignet sich also nicht nur ideal zum Händewaschen, sondern auch ideal als Duschgel-Ersatz.

 

Feste Seife ist übrigens auch ein super Trick, um auf Reisen Plastik zu sparen und weniger Gepäck am Ende der Reise mit nach Hause zu nehmen.

 

Auch festes Shampoo hat sich zum Positiven weiterentwickelt: Während es vor ein paar Jahren noch kaum geschäumt hat und es sich dadurch nicht ganz so leicht verteilt hat, lässt es sich jetzt ganz leicht und schön schaumig im Haar verteilen. Festes Shampoo bekommt man mittlerweile selbst in Drogerien wie dm und Rossmann. Die dm Naturkosmetik-Eigenmarke Alverde hat 2018 beispielsweise ein festes Shampoo in den Sorten Kokos und Mandarine-Basilikum herausgebracht. Auch die Marke Lush ist schon lange bekannt für ihre verpackungsfreien Produkte und bietet verschiedene Sorten von festem Shampoo an. Probiert es doch mal aus und erzählt uns von euren Erfahrungen!

 

 

Zähneputzen, ohne dabei Müll zu produzieren ist nicht einfach. Denn selbst wenn man eine nachhaltige, plastikfreie Bambuszahnbürste verwendet, entsteht bei der Zahnpasta immer noch eine Menge Müll. In der Drogerie dm haben wir Zahnputz-Tabletten von einem deutschen Startup entdeckt und gleich ausprobiert. Die Verpackung besteht laut Hersteller (Link: http://www.denttabs.de) aus Maisstärke und ist somit zu 100 Prozent kompostierbar. Außerdem sind die Zahnputz-Tabletten vegan, zertifizierte Naturkosmetik, frei von Mikroplastik und Konservierungsstoffen.

Zur Anwendung: Die Zahnputz-Tablette wird im Mund zerbissen, bis es cremig wird. Dann werden die Zähne wie gewohnt mit der feuchten Zahnbürste geputzt. Plastikfrei, ökologisch und nachhaltig: Eine echt gute Alternative zu herkömmlicher Zahnpasta.

 

Auch beim Abschminken kann man seinen leicht Müllverbrauch reduzieren: Mit wiederverwendbaren Wattepads. Denn beim täglichen Abschminken summieren sich Wattepads und Abschminktücher auf ungefähr 700 Wegwerfprodukte pro Person und Jahr. Wiederverwendbaren Wattepads gibts beispielsweise von der deutschen Marke waschies (https://waschies.com), die ihre Wattepads 2018 bei Die Höhle der Löwen vorgestellt haben. Kommt die Viskosefaser mit Wasser in Berührung, ist nicht einmal eine zusätzliche Abschminklotion nötig, um das Makeup zu entfernen. Wenn der waschie schmutzig ist, kann er einfach in der Waschmaschine gereinigt und danach wiederverwendet werden. So leicht lässt sich Müll reduzieren!

 

Nachhaltig Wäsche waschen mit Waschpulver statt flüssigem Waschmittel: Auch durch die Wahl des Waschmittels kann man weniger Plastikmüll produzieren. Doch nicht nur der Umwelt tut man damit etwas Gutes, denn durch die andere Zusammensetzung kann Flüssigwaschmittel nicht ganz mit der Waschleistung von Waschpulver mithalten. Um ein vergleichbar sauberes Ergebnis zu haben, braucht man also viel mehr Waschmittel pro Waschgang. Ein weiterer Vorteil von Waschpulver ist der Verzicht auf Konservierungsstoffe. Daher eignen sich Waschpulver auch für Menschen mit sensibler Haut und belasten die Umwelt weniger stark. Waschpulver in Papierverpackungen statt Flüssigwaschmittel in Plastikflaschen tun somit unserer Wäsche, unserem Geldbeutel und unserer Umwelt etwas gutes.

 

Ihr habt noch weitere Tipps? Dann verratet sie uns! Die besten posten wir ab sofort in unserer #yourimpactmatters Challenge für weniger Plastikmüll.

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Comments (1)

Leitungswasser statt Wasser in Plastikflaschen, loses Obst und Gemüse vom Bioladen/Markt. Und so gut es geht verzichten auf: Auto (Reifenabrieb = eine der Hauptquellen von Mikroplastik im Meer und in der Erde) und Kleidung aus Polyester (gerade bei Sportklamotten nicht so einfach). Grundsätzlich einfach weniger konsumieren 😉

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