Der Recycling Mythos 2.0 – Toxische Nachwirkungen von Importiertem Plastikmüll in Malaysia
(Ergebnisse des Greenpeace Berichts 2020)

recycling mythos mantahari
Greenpeace hat vor kurzem einen schockierenden Bericht über die Auswirkungen von unserem importierten Müll in Malaysia veröffentlicht.
Hier sind die wichtigsten Ergebnisse des Berichtes für euch in Kürze:
Wasser- und Bodenproben, welche an Standorten von Plastikmülldeponien auf der Insel Pulau Luhmut entnommen wurden, zeigten dabei sehr alarmierende Ergebnisse.
In vielen Gewässern nahe den Mülldeponien wurden toxische Schwermetalle gefunden, welche krebserregend für den Menschen sein können. Hierzu zählen auch giftige Metalle wie Cadmium und Blei sowie nervenschädigende Stoffe. Der Fischteich in der Nähe von der illegalen Deponie war ebenfalls stark beschmutzt und beklagte bereits großes Fischsterben in 2019. Toxische Metalle und Chemikalien konnten auch im Teichwasser nachgewiesen werden.
Laut den Untersuchungen von Greenpeace hat die Verbrennung von Plastikmüll auch zu einer möglichen Freisetzung von Schwermetallen und toxischen Mitteln geführt. Unter den Müllmengen wurde auch viel vom importierten deutschen Plastikmüll gefunden. Verpackungen aus anderen europäischen Ländern waren dabei.
„Man fragt sich, was wir als Europäische Verbraucher konkret dagegen unternehmen können“
Greenpeace hat eine Reihe an Handlungsempfehlungen ausgesprochen:
  • Die Plastikmüllindustrie muss eingehend untersucht werden.
  • Es müssen neue Gesetze eingeführt werden, die die Kommunalverwaltungen und Recyclingunternehmen dazu verpflichten, Sorgfaltsprüfungen (Due Dilligence) bei Importeuren durchzuführen.
  • Ein globales Abkommen zur Bekämpfung der Plastikflut muss dringend auf den Weg gebracht werden.
  • Der Plan zur Reduzierung der Plastikflut muss oberste Priorität haben.
  • Die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) bei der Produktion von Kunststoffen muss durchgesetzt werden.
Vor allem aber muss Transparenz geschaffen werden, um die Europäischen Verbraucher auch über die möglichen Folgen von Ihrem Konsum bewusst zu machen. Denn sobald die toxischen Stoffe über den Fischfang in unsere Nahrungskette gelangen, ist auch unsere Gesundheit gefährdet.
Das Originalbericht findet ihr unter dem folgenden Link:
Natürlich können wir alle jeden Tag einen kleinen Teil dazu beitragen, dass weniger Plastikmüll anfällt 🙂 Und wir als Community können hier einiges Bewegen!
#yourimpactmatters
von Atma Anapyanova
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